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Wann ist Ihr Kind schulfähig?

Während bei den meisten Kindern die Vorfreude überwiegt, stellen sich Eltern nicht selten die Frage, ob Ihr Kind bereits fähig ist, den Schulalltag zu meistern. Doch was entscheidet eigentlich über die Schulfähigkeit? Welche Dinge sollte ein Schulkind beherrschen?

 

 

Was bedeutet Schulfähigkeit?

 

In der Fachliteratur wird schon seit langem nicht mehr von Schulreife gesprochen, sondern von Schulfähigkeit. Während man früher glaubte, man müsse nur abwarten, bis ein Kind schulreif sei, hat man mittlerweile erkannt, dass das Heranreifen alleine nicht ausreicht, um die Fähigkeiten für einen erfolgreichen Schulstart auszubilden. Denn die Entwicklung vollzieht sich nicht immer in gleichförmigen Zeitabschnitten und Bahnen.

Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus und besondere Stärken.

Das eine Kind ist z.B. schon sehr weit in der Fähigkeit, sich zu konzentrieren, ein anderes ist Meister in der Körperbeherrschung und kann gut turnen, malen und schneiden. Weil man die Reife eines zukünftigen Schulanfängers aus oben genanntem Grund nicht in Rastern messen kann, wird deshalb vor Schuleintritt bei verschiedenen Gelegenheiten (Anmeldung, Kennenlerntag, schulärztliche Untersuchung, etc.) ermittelt, ob das Kind schulfähig wirkt.

 

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Dort finden Sie auch den Artikel "Wann ist Ihr Kind schulfähig?", den Sie hier als PDF-Datei ansehen, ausdrucken oder speichern können.

Wann ist Ihr Kind schulfähig?

 

 

 
Wann ist Ihr Kind schulfähig?

Was ein Schulkind können sollte

Selbstverständlich kann der Geburts- beziehungsweise Stichtag nur einen ersten Anhaltspunkt liefern. Über die Anforderungen an Ihr zukünftiges Schulkind möchten wir Ihnen daher im folgenden einen Überblick geben.

   Der Schulalltag und seine geistigen Anforderungen:

·         Logisches Denken: Unterschiede und Gemeinsamkeiten erkennen und benennen bzw. 
    umsetzen können, logische Schlüsse ziehen können

·         Konzentration und Merkfähigkeit: sich auf etwas ganz und gar einlassen können, 
    Gehörtes und Gelerntes wiedergeben und verarbeiten

·         Sehen, beobachten, erkennen und verarbeiten: Alle Sinne (sehen, hören, tasten, 
    fühlen, schmecken) sind nötig, um aktives Lernen in der Schule zu bewältigen; es ist 
    wichtig, dass die Sinne trainiert und gepflegt werden.

·         Sprechen und Sprache: Fast die gesamte Kommunikation und Wissensvermittlung 
    werden über die Sprache abgewickelt; Rückmeldungen erfolgen auf gleicher Ebene; 
    Lesen, Schreiben, Mathematik, Sachunterricht usw., alles baut auf Sprache auf; 
    falsches Sprechen wirkt sich auf das Schreibenlernen besonders negativ aus.

·         Zeitliche Orientierung und Umgang mit Zeit: in der Lage sein, gestellte Aufgaben in 
    einem zugeteilten Zeitraum zu erfüllen und sich selbst die Zeit einzuteilen


    Der Schulalltag und seine sozialen Anforderungen:

·         Orientierung: sich zurechtfinden in der großen Gruppe von Gleichaltrigen, von denen 
    die Kinder einige schon kennen, die meisten anderen ihnen jedoch fremd sind

·         Selbstbewusstsein: sich melden, reden und sich etwas zutrauen

·         Kontaktfähigkeit: mit anderen Kindern oder der Lehrerin bzw. dem Lehrer 
    zusammenarbeiten, neue Kontakte knüpfen

·         Gemeinschaftsgefühl: sich in eine (neue) Gruppe von Menschen einfügen und zu 
    ihrem Gepräge beitragen; mitbestimmen, einander helfen und sich verantwortlich 
    fühlen – nicht nur sich selbst sehen

·         motiviert sein: also Interesse haben an Neuem, am Lernen

·         Gruppenregeln einhalten: nicht (alles) im Unterricht sofort laut sagen, andere 
    ausreden lassen, Umgangsformen einhalten usw.


   Der Schulalltag und seine körperlichen Anforderungen:

·         Still sitzen können: sich über einen längeren Zeitraum auf ein und demselben Platz 
    kaum bewegen und dazu auch noch lernen müssen

·         Körperbeherrschung: balancieren, verschiedene Formen der Fortbewegung und des 
    Hüpfens (z.B. auf einem Bein, mit geschlossenen Beinen usw). Koordination der 
    verschiedenen Körperfunktionen

·         Fingerfertigkeit: einen Stift richtig halten und damit kleine Striche, Schleifen, 
    Rundungen und über Kreuz zeichnen können; eine Schere richtig halten und mit           
    Papier und Klebstoff umgehen können, später mit Nadel und Faden arbeiten


   Der Schulalltag bringt eine weit reichende Lebensumstellung mit sich:

·         abends rechtzeitig und konstant zur selben Uhrzeit ins Bett gehen

·         morgens früh aufstehen

·         sich waschen, anziehen und innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens fertig machen

·         den Schulweg selbständig zurücklegen

·         die völlig neuen Pausensituationen bewältigen

·         sich mit den größeren Räumlichkeiten der Schule anfreunden

·         sich die Zeit für Hausaufgaben und Spielen (ein-)teilen

·         sich zurechtfinden in den unterschiedlichen Tagesabläufen während der Schultage 
    und der Wochenenden bzw. Ferientage

 

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