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Windpocken
Windpocken (als PDF)
http://de.wikipedia.org/wiki/Windpocken
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Beschreibung
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Windpocken sind eine sehr ansteckende
Krankheit, die vor allem bei Kindern vorkommt. Kennzeichnend für
Windpocken ist ein juckender Hautausschlag mit Bläschen. Der Verlauf ist
in der Regel gutartig.
Die Krankheit wird
durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht. Schlafende, in den
Nervenendigungen sitzende Viren können viele Jahre später eine Gürtelrose
hervorrufen.
Nach Angaben des Robert
Koch-Institutes erkrankten vor der Einführung der allgemeinen Varizellen
Impfempfehlung etwa 750.000 Personen pro Jahr an Windpocken. Bei mehr als
95 Prozent aller Erwachsenen sind Antikörper gegen das
Varizella-Zoster-Virus nachweisbar.
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Therapie
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Medikamente
Die Behandlung von Windpocken besteht
vor allem darin, die Beschwerden zu lindern. Kalte Umschläge mindern den
Juckreiz. Außerdem gibt es verschiedene juckreizstillende Medikamente,
die man auf den Ausschlag aufträgt. Dazu gehört unter anderem Zink.
Beim Ausbruch von Windpocken kann der Juckreiz so heftig sein, dass an
Schlafen kaum zu denken ist. Hier könnten Antihistaminika
helfen, die müde machen. Die Medikamente werden auch bei allergischen
Krankheiten eingesetzt.
Bei schweren Fällen von Windpocken erfolgt möglicherweise eine Therapie
mit Aciclovir,
das Viren bekämpft. Das gilt vor allem für Patienten mit einer geschwächten
Immunabwehr.
Was
Sie selbst tun können
Beachten Sie, dass jeder
Windpocken-Patient solange infektiös ist, bis alle Bläschen eine Kruste
haben und keine neuen Bläschen mehr hinzukommen. Erkrankte sollte auf
jeden Fall zu Hause bleiben.
 | Kratzen
Sie die Bläschen nicht auf; es besteht die Gefahr einer bakteriellen
Entzündung.
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 | Kürzen
Sie Ihre Fingernägel oder verwenden Sie Handschuhe.
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 | Achten
Sie besonders auf die Hygiene.
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 | Halten
Sie sich am besten in kühler Umgebung auf, weil Wärme und Schweiß
den Juckreiz verstärken.
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Ursachen
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Der
Erreger ist das Varizella-Zoster-Virus aus der Gruppe der Herpesviren. Die
Windpocken sind sehr ansteckend und werden durch Tröpfcheninfektion übertragen,
also durch Husten, Niesen oder Sprechen. Selten erfolgt die Infektion
durch die Berührung des virushaltigen Bläscheninhalts. Da die Viren in
der Luft nach etwa zehn Minuten nicht mehr ansteckend sind, ist eine Übertragung
über die Kleidung, Spielzeug oder Bettwäsche nicht zu befürchten.
Die
Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) beträgt
etwa zwei bis drei Wochen. Die Krankheit ist schon ein bis zwei Tage
vor dem Ausbruch des Ausschlags auf andere Menschen übertragbar. Die
Ansteckungsgefahr ist erst dann vorbei, wenn alle Bläschen eine Kruste
haben.
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Symptome
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Windpocken können sich durch Fieber sowie allgemeine Müdigkeit
und Mattigkeit ankündigen. Der Hautausschlag beginnt meist am Rumpf und
im Gesicht, später können sich die Bläschen auf dem Haarboden, den
Armen und Beinen ausbreiten. Auch die Schleimhäute - vor allem im Mund -
und die Geschlechtsorgane können betroffen sein.
Folgende
Symptome deuten auf eine Infektion mit dem Varizella-Zoster-Virus hin:
 | Bildung
eines juckenden Hautausschlags.
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 | Kleine
rote Flecken, die sich innerhalb von Stunden zu Bläschen entwickeln
und nach ein bis zwei Tagen verkrusten.
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 | Drei
bis sechs Tage lang können sich immer wieder neue Bläschen bilden.
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 | Die
Anzahl der Bläschen ist individuell sehr unterschiedlich.
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 | Möglicherweise
entwickelt sich Fieber.
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 | Kinder
sind meist nur leicht beeinträchtigt, Erwachsene dagegen meist stärker.
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Diagnose
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Windpocken
führen zu einem sehr charakteristischen Ausschlag, bei dem sich innerhalb
von kurzer Zeit Bläschen bilden. Daher kann die Diagnose in den
allermeisten Fällen anhand des äußeren Erscheinungsbildes gestellt
werden.
Theoretisch
ist es auch möglich, die Viren direkt im Bläscheninhalt bzw. die vom Körper
gegen das Virus gebildeten Varizellen-Antikörper im Blut nachzuweisen.
Zur Diagnosestellung ist diese Untersuchung nur sehr selten notwendig.
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Prognose
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Windpocken heilen normalerweise ohne
Komplikationen aus. Bei Kindern dauert die Erkrankung meist zwischen
sieben und zehn Tagen, bei Erwachsenen etwas länger.
Für Kinder empfiehlt die Ständige Impfkommission des
Robert-Koch-Instituts (STIKO) die aktive Schutzimpfung
gegen Windpocken. Erwachsene, die als Kinder keine Windpocken hatten,
sollten sich in bestimmten Fällen ebenfalls impfen lassen. Dazu gehören:
 | Frauen
mit Kinderwunsch,
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 | Personal
im Gesundheitsdienst,
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 | Patienten
mit schwerer Neurodermitis, Leukämie, unter immunsuppressiver
Therapie und vor Organtransplantationen.
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Wer
einmal Windpocken
hatte, ist lebenslang vor der Krankheit geschützt. Allerdings kann sich
später eine Gürtelrose
entwickeln. Nach Angaben des Robert Koch Institutes erkranken etwa 20
Prozent der Bevölkerung mindestens einmal im Leben an Herpes Zoster (Gürtelrose).
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Quellen
Robert Koch-Institut (www.rki.de)
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